Über 150 Jahre erfolgte ca. 5 km südlich von Görlitz der Abbau von Braunkohle. Sie wurde überwiegend im
angrenzenden Kraftwerk zur Stromerzeugung eingesetzt.
Im Industriekomplex Kraftwerk und Tagebau fanden zu DDR-Zeiten 7000 Menschen Arbeit. Nach der Wende wurden
Tagebau und Kraftwerk geschlossen. Der Kohleabbau war geologisch bedingt sehr kostenaufwendig - die Qualität
der Kohle durch einen hohen Ascheanteil geprägt. Der Tagebau war wenig beliebt, stellte er doch zusammen mit
dem Kraftwerk eine große Umweltbelastung dar. Vor allem der Tagebau nahm Ortslagen in Anspruch und entfaltete
einen großen "Flächenfraß".
Nach der Stillegung begann die Umgestaltung des Areals. Im Ergebnis entsteht ein Tagebausee mit einer
Wasserfläche von über 900 ha. Die umliegenden Flächen der ehemaligen Kohlegrube wurden mit Tagebauabraum
überkippt. Dabei konnte eine Gestaltung der Oberfläche vorgenommen werde, die Vielfältigkeit aussrahlt.
Mehr als 30 verschiedene Baum- und Straucharten wurden gepflanzt. Der Ruhe, Entspannung und Bildung dienen
schon jetzt Naturlehrpfade und ein beachtliches Netz an Wanderwegen zwischen den Orten Tauchitz und
Schönau-Berzdorf. Das Wandergebiet verfügt bereits über zahlreiche Rastplätze, Schutzhütten und
Aussichtspunkte. Auf diversen Informationstafeln findet der Besucher Wissenswertes zu Geologie,
Bergbaugeschichte, Bergbausanierung, Aufforstung und zur vielfältigen Flora und Fauna des Gebietes.
Die zielgerichtete Gestaltung der 2000 ha großen ehemaligen Betriebsfläche des Tagebaus lässt eine Landschaft
entstehen, die in vieler Hinsicht weit interessanter ist als das für den Bergbau in Anspruch genommene
Land.
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